Die perfekte Project Management Professional Prüfung

Wissen Sie was Sie bei der Project Management Professional Prüfung erwartet? Hier finden Sie alles wissenwerte zum Tag der Project Management Professional Prüfung vom Ablauf bis zur Präsentation des Ergebnisses.

Yes! Project Management Professional Prüfung bestanden

Der Ablauf der Project Management Professional Prüfung

Wer an Prüfungen in der Schule oder Universität in Deutschland denkt, wird sicher von dem Prüfungsprozedere bei der PMP Zertifizierung überrascht sein. Für mich war es das erste Mal, dass ich vor einer Prüfung nach Waffen gefragt wurde und anschließende mit dem Metalldetektor auf selbige untersucht wurde. Was für Deutschland eigenartig wirken mag, macht in anderen Regionen der Welt möglicherweise Sinn.

Im Folgenden finden Sie einige Hinweise und Erfahrungen zum Ablauf, damit Sie in der Prüfung keine unangenehmen Überraschungen erleben.

Bitte mitbringen

Zur Prüfung muss auf alle Fälle ein gültiges Ausweisdokument wie der Personalausweis oder Reisepass mitgebracht werden. Es wird bereits bei der Anmeldung zur Zertifizierung darauf hingewiesen, dass die Schreibweise des Namens in der Anmeldung und im Ausweisdokument identisch sein muss.

Ein Problemchen auf den ersten Blick machen Umlaute im Namen, die im Anmeldeformular nicht mit angegeben werden konnten. Aus Björn im Vornamen wurde somit Bjorn, was bei der Prüfung jedoch nicht moniert wurde.

Ansonsten empfiehlt es sich für ausreichend Getränke und Nervennahrung zu sorgen. Hier eignen sich in der Regel Wasser, Kaffee, Tee, Saftschorlen, Bananen, Müsliriegel oder Ähnliches. Wie bei anderen Prüfungen auch sollte auf leichte Kost geachtet werden, damit das Blut im Hirn bleibt wo es hingehört und nicht im Magen versackt.

Die Prüfung auf Deutsch oder Englisch

Die Prüfung wird immer auf Englisch durchgeführt. Es ist aber möglich sich eine deutsche Übersetzung anzeigen zu lassen. Auch wenn sich hier in den letzten Jahres einiges getan habe soll, sind immer wieder Fragen dabei, die einfach schlecht übersetzt sind und an den Google Translator erinnern. Es ist daher hilfreich sich auf das Englische zu konzentrieren und die deutsche Übersetzung nur als Sicherheit zu nutzen. Schließlich sind nicht alle Fragen schlecht übersetzt. Die Zeit alle Fragen auf Deutsch und auf Englisch durchzulesen und dann zu beantworten ist in der Prüfung nicht geben.

Vor dem Start

Vor dem Start der Prüfung wurden muss sich jeder ausweisen und zudem noch ein paar Formulare  ausfüllen, bevor es losgehen kann. Es empfiehlt sich daher rechtzeitig vor der Prüfung vor Ort zu sein und etwas Puffer einzuplanen, um nicht schon vor der Prüfung gestresst zu werden.

Für die Prüfung werden Notizzettel und Stift ausgeteilt. Auch Ohrstöpsel wurden auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Die Ohrstöpsel können sehr hilfreich sein, um sich auf dir Prüfung zu konzentrieren und die Umgebung auszublenden. Es ist in der Regel so, dass Prüflinge für unterschiedliche Prüfungen in einem Raum sitzen. So werden auch Sprachprüfungen abgenommen. Durch das Abspielen von Texten (über Kopfhörer) kann man durchaus abgelenkt werden.

Bevor  der Prüfungsraum betreten werden darf, müssen sämtliche Gegenstände (außer Schließfachschlüssel und Ausweis) abgelegt werden. Vereinzelt wurde berichtet, dass nicht einmal Taschentücher in den Prüfungsraum mitgenommen werden dürfen. Mitgebrachte Taschen können in Schließfächern deponiert werden, die erst am Ende der Prüfung wieder geöffnet werden. Essen und Getränke können um Vorraum abgestellt und in selbst gewählten Pausen verzehrt werden.

Es wird zudem darauf geachtet, dass mitgebrachte Handies  auch im Schließfach ausgeschaltet sind. Sollte es klingeln könnte es als Betrugsversuch gewertet werden.

Der Prüfungsraum sind einige Computer aufgestellt, die durch einen Sichtschutz getrennt sind. Für die Prüfung steht als Eingabegerät eine Maus zur Verfügung. Ein einfacher Taschenrechner, der für die abgefragten Formeln ausreichend ist, kann ebenfalls mit der Maus bedient werden.

Bevor die eigentliche Prüfung beginnt wird noch ein 15 minütiges Tutorial gezeigt, wie die Bedienung des Prüfungsrechners mit Maus und Taschenrechner funktioniert und wie die Abarbeitung der Fragen erfolgt. Diese 15 Minuten werden in der Regel nicht benötigt. Stattdessen ist jeder gut beraten in dieser Zeit die benötigten Formeln auf dem ausgeteilten Notizblock einmal niederzuschreiben. Vor Beginn der Prüfung ist der Geist noch frisch und die Formeln sind präsent. Wer die Formeln aufschreibt braucht keine Angst zu haben später einen Formel-Blackout zu erleiden und spart Zeit, weil die Formeln nicht mehr aus dem Kopf abgerufen werden müssen. Das mag am Anfang der Prüfung schnell gehen, kann aber nach 3 Stunden schon mal zum Haareraufen führen.

Während der PMP Prüfung

Nachdem jetzt alle bürokratischen Hürden überwunden wurden, die Bedienung der Prüfungsrechner klar ist und die Formeln sauber notiert sind, kann es mit der eigentlichen Prüfung losgehen.

Bei 200 Fragen und 4 Stunden Dauer, stehen im Schnitt 1,2 Minuten oder 72 Sekunden pro Frage zur Verfügung.  In meiner Prüfung geb es viele textreiche Fragen bei denen man allein schon durch das Lesen viel Zeit verloren hat.

Es ist möglich und sinnvoll kleine Pausen einzulegen, um eine Kleinigkeit zu Essen und zu trinken oder die Toilette aufzusuchen. Diese Pausen sind frei einteilbar jedoch läuft die Prüfungszeit weiter. Jede Pause musste mit Start- und Endzeit in eine Kladde eingetragen werden.

Es ist möglich Fragen für ein späteres Review zu markieren, so dass am Ende der Prüfung nur die Fragen noch mal betrachtet werden können, bei denen man sich unsicher war. Es ist sinnvoll von der Funktion gebrauch zu machen, da keine Zeit ist alle Fragen noch einmal durchzugucken.

Review der Fragen

Alle Fragen sollten nun beantwortet sein und das Review der markierten Fragen beginnt. Noch ein Hinweis zur Bedienung: Ich habe unvorsichtigerweise vor Ende der Prüfung den Knopf „Review“ gedrückt. Dort kann ausgewählt werden, ob alle Fragen („Review all“ – fängt wieder bei Frage 1 an), die markierten Fragen („Review marked“) oder die noch nicht beantworteten Fragen („Review incomplete“) durchgegangen werden sollen, jedoch kam ich nicht in den ursprünglichen Zustand wieder zurück. Beim Review gibt es keinen Zurück-Knopf („previous“ – vorherige Frage) mehr bei den Fragen, was keine Katastrophe aber lästig ist. Also klare Empfehlung: Den Review-Knopf erst zum Schluss drücken. Dadurch lassen sich aber die markierten Fragen gut noch einmal betrachten.

Abschluss der Prüfung

Zum Abschluss der Prüfung müssen noch ein paar letzte Fragen zur Qualitätssicherung der Prüfungsdurchführung  beantwortet werden. Diese Fragen sind natürlich nicht mehr prüfungsrelevant und laufen auch außerhalb der Prüfungszeit;-). Anschließend wird direkt das hoffentlich positive Prüfungsergebnis angezeigt. Dieses ist aufgeschlüsselt nach den vier Wissensgebieten des Projektmanagements.

Dann bleibt mit nur viel Erfolg bei der Project Management Professional Prüfung zu wünschen!